Der Weg zu einem gesunden Mühlenkreis

Was möchte ich politisch erreichen?

Ein neuer Gesundheitsbegriff für die Politik

Gesundheit ist mehr als körperliche Unversehrtheit. Zur Gesunderhaltung gehört mehr als Medizin.  Wir müssen Gesundheit ganzheitlich denken. Gesundheit hat neben der medizinischen auch soziale, wirtschaftliche und spirituelle Dimensionen. 

Viele Politikfelder wirken mittelbar oder unmittelbar auf die Gesundheit der Menschen in unserer Heimat ein - von der Bildungspolitik über die Sozial-, Wirtschafts- und Umweltpolitik bis hin zur tatsächlichen Gesundheitspolitik. Diesen ganzheitlichen Gesundheitsbegriff und den Blick auf Politik als "Medizin im Großen" möchte ich für unsere Menschen im Mühlenkreis in den Kreistag einbringen. 

Bildung und Kompetenzen stärken

Bildung ist die Grundlage, um eine Kompetenz in Gesundheitsfragen entwickeln zu können.  Aktuelle Studien (HLS-GER 3, Universität Bielefeld) zeigen insbesondere für Deutschland, dass 75% der Bevölkerung eine geringe Gesundheitskompetenz aufweist. Über die Zeit hat sich die Gesundheitskompetenz sogar verschlechtert. Das bedeutet, dass ein Großteil unserer Mitmenschen Schwierigkeiten dabei hat, gesundheitsrelevante Informationen ausfindig zu machen, diese zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden. Die sozialen Medien helfen dabei gelinde gesagt überhaupt nicht. Ich möchte für den Mühlenkreis eine Gesundheitskompetenzoffensive in Schulen und Vereinen starten. So schaffen wir die Voraussetzung für gesundheitliche Chancengleichheit, Krankheitsprävention und Entlastung institutioneller Gesundheitseinrichtungen von Notaufnahmen und Arztpraxen.

Gemeinschaft und Hilfe vor Ort ermöglichen

"Früher war alles besser." Das stimmt nicht, jedenfalls nicht für die Gesundheitsversorgung. Zumindest hatte man aber früher meist schneller einen echten Menschen bei der Hand, der einem bei gesundheitlichen Fragen weiterhelfen konnte. Zum Beispiel jemanden aus der Familie oder der Nachbarschaft. 

In der heutigen Zeit wohnen die Familien verstreut, viele Bedürftige leben alleine und es fehlt vielen Menschen an einer Gemeinschaft, die niedrigschwellig kleine gesundheitliche Probleme auffangen und lösen kann. Als Konsequenz werden Haus- und Kinderärzte oder Notaufnahmen übermäßig frequentiert. Diese Entwicklung wird im Mühlenkreis noch zunehmen, da aktuell knapp 50% unserer Mitmenschen 50 Jahre oder älter sind. 

Wir müssen aus meiner Sicht politisch die Möglichkeit schaffen, niedrigschwellig vor Ort Hilfe für kleinere Probleme gesundheitlicher Art zu schaffen. Das bedeutet auch eine stärkere digitale und echte Vernetzung der Menschen in den Dörfern, Schaffung von echten Begegnungen und Kontakten zwischen Experten und Laien und Förderung von Menschen, die sich in Sachen Gesundheit für ihr Dorf engagieren und einsetzen möchten ("Gemeindeschwestern", "Community Nurse" etc.). 

Als Notarzt ist mir zusätzlich die Einführung einer Ersthelfer-App sehr wichtig. Bei akuter Bewusstlosigkeit oder beim Kreislaufstillstand kann diese Menschen aus der unmittelbaren Umgebung über die Leitstelle alarmieren und schnell zum Notfallort leiten. Bis der Rettungsdienst eintrifft, können diese mobilen Retter schon erste lebensrettende Maßnahmen (z.B. Herzdruckmassage) beginnen. Viele Kreise haben ein solches System bereits (Gütersloh, Bielefeld, Lippe, Herford, Schaumburg zum Beispiel), wir im Mühlenkreis leider noch nicht.

Institutionen zukunftssicher aufstellen

Die institutionellen Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäuser, Praxen und Pflegeheime stehen vor großen Herausforderungen. Der demografische Wandel lässt die Zahl der Bedürftigen steigen und die Anzahl an Fachkräften in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Arztpraxen sinken. Die Versorgungsquote an Hausärzten liegt im Mühlenkreis bei im Durchschnitt 88,5%, mit abnehmender Tendenz aufgrund des Altersdurchschnitts der Hausärzte von ca. 55 Jahren . Der Mühlenkreis ist zudem nach den Daten der Pflegekammer NRW schon in wenigen Jahren mit am stärksten vom demografischen Wandel betroffen, was das Verhältnis zwischen der Anzahl pflegebedürftiger Menschen und der Anzahl vorhandener Pflegekräfte angeht. 

Dies alles bedeutet eine zunehmende Arbeitsverdichtung für das noch bestehende Gesundheitspersonal. Als Betriebsrat setze ich mich schon heute für die Rechte und Interessen von Pflegekräften, Ärzten und Hilfspersonal ein; dies möchte ich nun auch auf politischer Ebene tun. Es kann nicht sein, dass das Gesundheitspersonal noch weiter belastet wird. Vielmehr müssen sich Organisations- und Angebotsformen ändern, um den kommenden Herausforderungen standhalten zu können. 

Gleichzeitig ist es für uns im Mühlenkreis aus o.g. Gründen unabdingbar, eine Willkommenskultur für ausländische Fachkräfte aufzubauen, um den aktuellen Versorgungsgrad aufrecht erhalten zu können. Hier können wir besser werden - und auch daran möchte ich aktiv für unseren Mühlenkreis arbeiten. 

 

Der Rettungsdienst im Mühlenkreis muss stark und leistungsfähig sein. Ich werde mich neben der Einführung einer Ersthelfer-App auch für die Einbindung unseres Kreises in das Telenotarzt-System und die rechtssichere Ausweitung der Befugnisse unserer NotfallsanitäterInnen einsetzen, um eine qualitativ hochwertige präklinische Versorgung der Menschen im Mühlenkreis auf dem Weg zum richtigen Krankenhaus zu gewährleisten. 

 

Apropos Krankenhaus: Heutzutage ist es nicht mehr wichtig, in der Nähe eines Krankenhauses zu wohnen. Für die Versorgung ist es wichtig, auf vor Ort eine medizinische Anlaufstelle 24/7 vorzuhalten, die auch eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung sein kann. Im Notfall ist es wichtig, professionelle Hilfe schnell zu erhalten, um dann die für das Krankheitsbild bestmögliche Versorgungseinrichtung anfahren zu können. Die kann dann auch weiter entfernt liegen, wenn es für die Erkrankung die beste Therapie ermöglicht. Durch den Fortschritt in der Medizin und der präklinischen Versorgung ist eine bloße Fixierung auf die Entfernung zum nächsten Krankenhaus jedenfalls nicht mehr zeitgemäß. 

Umwelt, Gesellschaft, Demokratie

Eine gesunde Umwelt ist essentiell für eine gesunde Bevölkerung. Die Sicherung unserer Lebensgrundlagen geht uns alle an. Gegen die profitgesteuerte Ausbeutung und Zerstörung unserer Umwelt muss sich jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand stellen. Wir sind alle Teil dieser Erde und leben nur durch sie. Der Klimawandel wirkt sich in vielfacher Hinsicht negativ auf die Gesundheit von uns Menschen und unserer Umwelt aus und ist daher zu bekämpfen. Daher sollten wir alles tun, was wir vor Ort tun können, um unsere Heimat mit ihren Wiesen, Wäldern, Gewässern und Arten zu schützen. 

Wir müssen unsere Gemeinschaften durch die Ermöglichung von echten Begegnungen vor Ort stärken.  Smartphones und Social Media führen zu Vereinsamung, Desinformation und gesellschaftlicher Spaltung. Die gesundheitlichen Folgeschäden bei Jugendlichen durch die Nutzung von sozialen Medien sind mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Vereine aus Sport, Kunst, Kultur und Gesellschaft gilt es daher zu unterstützen und weitere Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, um diesem gesellschaftlichen Trend entgegenzuwirken.

Wir befinden uns in einem Zeitalter, in dem die Systemfrage gestellt wird. Feinde der Demokratie bedrängen uns von außen (USA, Russland, China) und von innen (AfD). Diese Kräfte wollen uns nichts Gutes, schon gar nicht haben sie unsere Gesundheit im Sinn. Im Interesse unserer Kinder gilt es, die Errungenschaften unserer Eltern und Großeltern zu verteidigen und die liberale Demokratie zu schützen. 

Demokratie ist aber kein Zuschauersport, die lebt von aktiven Demokraten. Auch deswegen kandidiere ich für den Kreistag Minden-Lübbecke.

Ich würde mich über deine Unterstützung sehr freuen! Mach gerne mit und lass uns zusammen etwas Gutes für unsere Heimat aufbauen!

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Gemeinsam für eine gesunde Zukunft im Mühlenkreis

Mach mit, um Gesundheitskompetenz in den Kreistag zu bringen und positiven Einfluss auf die Politik auszuüben!

©Andreas Koldehoff. Alle Rechte vorbehalten.

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